
Neben dem Freistellen von Haaren finde ich das Anpassen von Hauttönen mit die schwierigsten Aufgaben beim Verschlimmbessern von Menschen. Da stimmt der Hintergrund, der Himmel strahlt, der Lack der Nobelkarosse glänzt, die Lichter und Schatten stimmen - nur das Modell sieht aus, als wäre es gestern wieder zu lange auf der Sonnenbank geblieben oder die Schöne leidet an Gelbsucht. Würde man direkt eine Farbkorrektur am ganzen Bild durchführen, mag dann die Haut zwar perfekt aussehen, nur eben der Himmel, das Auto oder der Bikini eben nicht mehr. Also wird man um Ebenen und meistens um Ebenenmasken nicht herum kommen. Je nach Bild auch nicht um mehrere, um die unterschiedlichen Töne und Abstufungen gegebenenfalls einzeln zu behandeln und eventuell eben auch an die Gesamtstimmung des Bildes anzupassen (vor einem Bluescreen mit Kunstlicht mag die Haut stimmig gewesen sein, wenn ich die Dame dann an einen Strand mit Sonnenuntergang verfrachte, sieht sie aus als hätte sie die letzte Woche durch gesoffen). In meinem Beispiel ging es mir darum, die Hübsche von ihrer Gelbsucht zu befreien und ich werde es auch nie verstehen, wie man sich die Lippen so knallig machen kann - also musste ich mich einmal um die Gelbtöne kümmern und einmal um die Rottöne.

Als erstes habe ich die Hautpartien grob mit dem Lasso (und einer weichen Auswahlkante) eingefangen, auf eine zweite Ebene kopiert und eine Ebenenmaske (alles ausgeblendet) angelegt, um anschließend mit einem weichen Pinsel (50% Deckkraft) hauptsächlich die Rosa- und Rottöne heraus zu arbeiten. (Umgang mit Ebenenmasken wird auch in diesem Tutorial noch etwas genauer beschrieben). Dann habe ich in dieser Ebene eine selektive Farbkorrektur durchgeführt und darüber eine Einstellungsebene mit einer Tonwertkorrektur angelegt. Je nach Ausgangsbild kann auch eine Gradationskurvenbearbeitung oder eine einfache Farbkorrektur angebracht sein. In meinem Bild blieben dann aber noch Stellen, die einen argen Gelbstich hatten übrig. Diese habe ich dann wieder grob mit dem Lasso eingefangen und auf eine neue Ebene mit Ebenenmaske kopiert und auch dort eine selektive Farbkorrektur durchgeführt. Wenn man dann eh schon gerade dabei kann an die restlichen (üblichen) Bearbeitungen gerade mit machen. In meine Fall hatte ich die Hintergrundebene über den Kanalmixer “entfärbt” und etwas geschärft und eine weitere Kopie der Hintergrundebene mit einer Farbkorrektur im gesamten Bereich (um die Tönung durch die Sonne etwas zu reduzieren) angelegt. Wie immer probiert man einfach ein bischen rum, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Wichtig ist, dass die Farben (Färbung) mit denen des restlichen Bildes harmonieren. Für alle, die auf die Schnelle die Hauttöne anpassen wollen gibt es SkinTune von PhotoTune als PlugIn, auch für Photoshop Elements. Auch wenn man mit der Handarbeit wahrlich bessere Ergebnisse erzielen wird.

In Elements 4 ist so eine rudimentäre Funktion mit eingebaut, die aber die Farben des gesamten Bildes beeinflusst.
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So geht es natürlich auch - manchmal tut es aber schon ein Weißabgleich (Tonwertkorrektur, weiße Pipette).