Diese kleine Tutorial ist mit FontLab entstanden, gilt aber von der Arbeitsweise her auch für andere Font Editoren, nur mögen in diesen die Menü- Bezeichnungen und Punkte unterschiedlich sein. Ausgehend davon, dass man die Glyphen der Schrift die man gerne erstellen möchte, als .eps Dateien vorliegend hat - zum Beispiel mit Illustrator erstellt - legt man in FontLab eine neue Schrift an ( > File > New) und importiert die einzelnen im Font Fenster ausgewählten Glyphen entweder direkt aus der Zwischenablage oder über > Glyph > Import from EPS…
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Wichtig ist, dass man schon in Illustrator (oder dem jeweilig verwendeten Programm) die Größe der einzelnen Glyphen abgestimmt hat. Natürlich kann man Glyphen direkt in FontLab zeichnen. (Pfadrichtungen kann man über > Tools > Operations verändern). Die meiste Zeit (richtig viel Zeit!) wird man auf die Metrik verwenden. Dazu gehört das Einstellen der Dickte und des Kernings und das Vergeben der Hints.
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Im Metrik Fenster ( > Window > New Metric Window), bei angeklicktem ‘M’ kann man den Abstand zum vorherigen und dem folgenden Buchstaben einstellen.
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Bei angeklicktem ‘K’ (Kerning-Modus) kann man das Paar-Kerning einstellen. Paar Kerning definiert zum Beispiel den Abstand des ’s’ zum ‘t’ in der Buchtsabenkombination ’st’. Diese nervige Arbeit kann Wochen dauern und ich habe mir angewöhnt, akribisch Buch zu führen über sämtliche ausprobierten Varianten inklusive passendem Screenshot.
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Ist man endlich damit zufrieden, geht es daran, Ausrichtungszonen (Alignment Zones) festzulegen. Diese verwendet man, damit runde Glyphen, (Glyphen die weiter nach oben oder unten herausragen als Glyphen mit geraden Horizontalen) nicht unproportional wirken. Da ich mit allem mathematischen auf Kriegsfuß stehe, überlasse ich diese Arbeit FontLab. ( > File > Font Info > Hinting Settings > Alignment Settings > Auto Zones).
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Zum Abschluss müssen noch Hints vergeben werden (noch eine dieser vielen zeitfressenden und Geduld abverlangenden Aufgaben). Hints sind Informationen, die dann wichtig sind, wenn die Schrift auch auf gering auflösenden Medien (Monitor etc.) augegeben werden soll und die Lesbarkeit bei kleinen Schriftgößen gewahrt bleiben soll und unter Umständen nicht genügen Pixel zur sauberen Darstellung vorhanden sind. Beim Hinting legt man die Zones für Mittellinie, Ober- und Unterlinie fest. Auch hier kann einem FontLab mit dem feinen Button ‘Auto Zones’ unter die Arme greifen - allerdings kann das Programm nicht mit wochenlanger Handarbeit mithalten. Über > File > Generate Font… | Generate Suitcase… wird dann die eigene Schrift generiert.
Technorati Tags: FontLab, Typography, Schrifterstellung, Glyph, Kerning