
Das leidige Übel mit den Farben kennt wohl jeder. Da hat man ein tolles Bild stundenlang photoshopisiert und dann zur Entwicklung oder gar in den Druck gegeben und das Orange ist braun, das Blau äußerst grün und das Schwarz ist ein feines Grau, selbst wenn der Monitor kalibriert und profiliert ist. Farbe ist relativ. Auch für Programme. Die sind zwar nicht vom Umgebungslicht abhängig, aber selbst zwei Programme aus der selben Softwareschmiede sind sehr eigenwillig im Umgang mit Farben (Photoshop und InDesign zum Beispiel). Fehlerquellen im Umgang mit Farbe, Farbverbindlichkeit und wann ist Schwarz auch wirklich Schwarz (wer kommt schon als blutiger Anfänger und Autodidakt auf die Idee, Rot in die Schwarz zu kippen) muss man meinem Gefühl nach mindestens 20 Jahre lang studieren. Ein Schritt in die richtige Richtung ist das Ändern der Farbeinstellungen in Photoshop, die Standardeinstellungen haben keinerlei Nutzwert. Zu erreichen unter > Bearbeiten > Farbeinstellungen. Im Bereich Arbeitsfarbräume sollte man ECI-RGB für den RGB Bereich und ISO-Coated für den CMYK Arbeitsbereich wählen. Selbiges gilt für Druckzuwachs und Schmuckfarben. Wenn man diese Voreinstellung unter einem eindeutigen Namen abspeichert, steht sie einem zum Beispiel auch in InDesign zur Verfügung und sorgt dann für gleichbleibende Ergebnisse. Die Standardprofile könnt Ihr hier laden. Weitere findet Ihr bei ECI.

Damit man dann auf dem Monitor auch das sieht, was im besten Fall bei der Druckerei rauskommt, muss zum Einen der Monitor kalibriert und profiliert sein (ich bevorzuge die Lösungen von basICColor) und zum Anderen das Softproofen in Photoshop richtig eingestellt sein. Zu erreichen unter > Ansicht > Proof einrichten. Kleiner Tip am Rande, der für Profis selbstverständlich ist, ich musste erst aus meinen Fehlern lernen… Wenn Ihr ein TIFF für ein druckfähiges PDF/X3 abliefert, muss dieses immer im CMYK Modus vorliegen. RGB Bilder haut Euch der nette Mensch von der Vorstufe um die Ohren, erst recht, wenn Ihr nur die .pdf Datei abgeliefert habt und nicht zum Beispiel den passenden InDesign Ordner (oder andere offene Formate) dazu.