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22. Jul 2006

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Also, was wird das hier oder besser, was soll das hier werden?

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Michael um 20:54
Allgemein
Scharfes Tief

30. Jul 2006

Ptts1

Es gibt Bilder, bei denen hätte man eine andere Blende nehmen sollen um das Spiel mit der Tiefenschärfe noch besser ausreizen zu können. Leider macht da ja auch manchmal das Licht nicht mit. Um solchen Bildern dann nachträglich noch die gewisse Unschärfe in manchen Bereichen zu geben, greifen viele zum Weichzeichnen. Leider ist dies nur bedingt zu empfehlen (auch wenn wir DinOSaurier mit Photoshop 7 darauf angewiesen sind). Wer Photoshop CS sein eigen nennt, hat dafür mittlerweile einen eigenen Filter, auch wenn der mit ‘Verwackeln’ einen sehr irreführenden Namen abbekommen hat. In Photoshop CS 2 hat man ihn dann zum Glück ‘Tiefenschärfe abmildern’ genannt.

Ptts2-1

Als erstes wählt man mit dem Lasso den Bereich aus, den man gerne unschärfer hätte, sinnvoller Weise beachtet man die Perspektive des Bildes, damit es hinterher auch stimmig aussieht. Dieser Auswahl verpasst man dann je nach Motiv und Bildgröße eine weiche Auswahlkante (in meinem Fall konnte ich da recht großzügig sein) und legt dann einen neuen mit Schwarz gefüllten Alphakanal an (im Kanalreiter über ‘neuen Kanal’ und ‘Farbe kennzeichnet maskierten Bereich’) und wählt diesen dann aus. Dann kehrt man die Auswahl um (Apfel+shift+I) und legt dann einen Verlauf (Weiß nach Schwarz) über den Bereich, den man gerne unschärfer hätte.

Ptts3

Je heller ein Bereich, um so stärker wird der gleich zu verwendende Filter angewandt, je dunkler der Bereich, um so weniger stark wird der Filter angewandt - also sollten die Bereiche, die am unschärfsten werden sollen, auch am hellsten durch den Verlauf bedeckt werden. Danach wählt man dann den RGB Kanal aus und ruft den Filter ‘Verwackeln’ bzw. in CS 2 ‘Tiefenschärfe abmildern’ auf ( unter > Filter > Weichzeichnungsfilter > Verwackeln).

Ptts4-1

Wichtig ist jetzt, dass man als Quelle den Alphakanal auswählt und ein Häkchen bei ‘Umkehren’ setzt. Für das, was jetzt kommt, gibt es kein Rezept. Wie so oft muss man einfach mal ausprobieren womit man welches Ergebnis erzielt und je nach Einstellung und Auflösung muss selbst der stärkste PowerMac einiges rechnen - man hat unter Umständen genug Zeit einen Kaffee zu trinken. In meinem Fall habe ich den Filter drei mal auf das Bild angewendet um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ptts5-1

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Michael um 14:50
Bildbearbeitung und Tutorial
Schwarz & Weiß

30. Jul 2006

Vorlagenbild

Ich mag farblose Bilder. Wenn man auf die Schnelle aus einem farbigen Bild ein halbwegs ordentliches Schwarzweißbild machen möchte, sollte man nicht den kürzesten Weg nehmen. Das Ergebnis ist meist sehr bescheiden, gerade bei den mittleren Grautönen und der Helligkeitsverteilung.

Vorlagenbild

Ein mäßiges Ergebnis über die schnelle Variante `Sättigung verringern´. Zu Erreichen über > Bild > Einstellungen > Sättigung verringern (Tastenkürzel: Apfel + Shift + U). Hier ist die Verteilung der Grauwerte sehr ungünstig. Das Bild wirkt sehr flach und matschig. Ähnlich bescheidene Ergebnise liefert die direkte Umwandlung in Graustufen ( > Bild > Modus > Graustufen), denn die Helligkeit von Farbwerten wird durchschnittsberechnet.

Vorlagenbild

Ein viel ausgewogeneres, aber fast genauso schnell zu erreichendes Ergebnis, liefert der Weg über den Lab Modus und die Umwandlung in Graustufen. Zu Erreichen über > Bild > Modus > Lab Farbe, dann in der Kanal - Palette den Kanal Lab Helligkeit auswählen, dann > Bild > Modus > Graustufen, das Löschen der restlichen Kanäle bestätigen. In aller Regel erzielt man so viel ausgeglichenere Helligkeitsverhältnisse.
In Photoshop CS und CS2 heißt der Punkt Einstellung mittlerweile Anpassen.

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Michael um 14:52
Bildbearbeitung und Tutorial
Schwarz & Weiß II

30. Jul 2006

Screenshot

Eine weitere Möglichkeit, die über das Umwandeln in Lab Modus und Graustufen hinausgeht, aus einer Farbvorlage eine gelungene Umsetzung in ein Schwarzweißbild mit ausgewogenen Graustufen ist der Weg über den Kanalmixer. Dazu schaut man sich als erstes die drei Farbkanäle des RGB Bildes an. In meinem Beispiel zeigt sich der beste Kontrastumfang im Rotkanal.

Screenshot

Mit aktiviertem RGB Kanal über > Bild > Einstellungen > Kanalmixer aufrufen. Dort den gewünschten Ausgabekanal aktivieren (in meinem Beispiel Rot) und Monochrom anklicken. Jetzt hätte man ein Schwarzweißbild nur aus dem Rotkanal. In meinem Beispiel habe ich Anteile des Blau- und Grünkanals hinzugemischt und den Rotkanal etwas reduziert. Über die Konstante kann man die “Belichtung” noch etwas regulieren.

Screenshot

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Michael um 14:53
Bildbearbeitung und Tutorial
Scharf gemacht

30. Jul 2006

Vorlagenbild

Wenn man eine etwas unscharfe, flaue Aufnahme für das Web nachschärfen möchte, gibt es, wie immer in Photoshop, mehrere Wege, die zu einem mehr oder minder gutem Ergebnis führen, ohne einen Haufen Geld für einen nik Filter ausgeben zu müssen.

Vorlagenbild

Eine Möglichkeit ist über > Filter > Scharfzeichnungsfilter > Scharfzeichnen (Stark scharfzeichnen) dem Bild Schärfe zu verleihen. Oft ist das Ergebnis aber nicht ausreichend oder schon zu stark. Eine vorzuziehende Methode ist der Weg über den Unschärfemodus, der einem mehr und feinere Einstellungsmöglichkeiten mit Vorschau bietet.

Vorlagenbild

Noch bessere Ergebnisse erzielt man, wenn man das Bild vor der Unschärfemaskierung in den Lab Modus umwandelt. Zu erreichen über > Bild > Modus > Lab Modus, dann > Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren und anschließend wieder in den RGB Farbraum zurück wandeln. Wie bei allen Arbeiten mit Filtern sollte man nicht zu stark an den Reglern schieben. Jede Manipulation verschlechtert auf Dauer das Bildmaterial.

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Michael um 14:57
Bildbearbeitung und Tutorial
Farbenfroh

30. Jul 2006

Farbeinstellungen

Das leidige Übel mit den Farben kennt wohl jeder. Da hat man ein tolles Bild stundenlang photoshopisiert und dann zur Entwicklung oder gar in den Druck gegeben und das Orange ist braun, das Blau äußerst grün und das Schwarz ist ein feines Grau, selbst wenn der Monitor kalibriert und profiliert ist. Farbe ist relativ. Auch für Programme. Die sind zwar nicht vom Umgebungslicht abhängig, aber selbst zwei Programme aus der selben Softwareschmiede sind sehr eigenwillig im Umgang mit Farben (Photoshop und InDesign zum Beispiel). Fehlerquellen im Umgang mit Farbe, Farbverbindlichkeit und wann ist Schwarz auch wirklich Schwarz (wer kommt schon als blutiger Anfänger und Autodidakt auf die Idee, Rot in die Schwarz zu kippen) muss man meinem Gefühl nach mindestens 20 Jahre lang studieren. Ein Schritt in die richtige Richtung ist das Ändern der Farbeinstellungen in Photoshop, die Standardeinstellungen haben keinerlei Nutzwert. Zu erreichen unter > Bearbeiten > Farbeinstellungen. Im Bereich Arbeitsfarbräume sollte man ECI-RGB für den RGB Bereich und ISO-Coated für den CMYK Arbeitsbereich wählen. Selbiges gilt für Druckzuwachs und Schmuckfarben. Wenn man diese Voreinstellung unter einem eindeutigen Namen abspeichert, steht sie einem zum Beispiel auch in InDesign zur Verfügung und sorgt dann für gleichbleibende Ergebnisse. Die Standardprofile könnt Ihr hier laden. Weitere findet Ihr bei ECI.

Proofeinstellungen

Damit man dann auf dem Monitor auch das sieht, was im besten Fall bei der Druckerei rauskommt, muss zum Einen der Monitor kalibriert und profiliert sein (ich bevorzuge die Lösungen von basICColor) und zum Anderen das Softproofen in Photoshop richtig eingestellt sein. Zu erreichen unter > Ansicht > Proof einrichten. Kleiner Tip am Rande, der für Profis selbstverständlich ist, ich musste erst aus meinen Fehlern lernen… Wenn Ihr ein TIFF für ein druckfähiges PDF/X3 abliefert, muss dieses immer im CMYK Modus vorliegen. RGB Bilder haut Euch der nette Mensch von der Vorstufe um die Ohren, erst recht, wenn Ihr nur die .pdf Datei abgeliefert habt und nicht zum Beispiel den passenden InDesign Ordner (oder andere offene Formate) dazu.

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Michael um 14:59
Bildbearbeitung und Tutorial
Schnappschüssig

30. Jul 2006

Vorlagenbild

Ein Bild durch eine Art Schnappschusseffekt aufzuwerten ist einfach zu bewerkstelligen. Im Ausgangsbild mit dem Rechteckauswahlwerkzeug (Tastenkürzel ist M) den gewünschten Bereich wählen und über > Auswahl > Auswahl transformieren den Auswahlrahmen mit der Maus in gewünschte Position (Winkel) verschieben und mt Return Aktion beenden. Dann wird der Inhalt der Auswahl auf eine neue Ebene gelegt, am schnellsten geht dies über das Tastenkürzel Apfel + J.

Vorlagenbild

Jetzt über > Ebene > Ebenenstil > Fülloptionen in der Kategorie Kontur (ganz unten) den gewünschten Rand wählen. Das kann eine Farbe, ein Verlauf oder, wie in meinem Fall, ein Muster sein. Ich habe zusätzlich noch eine abgeflachte Kante mit Kontur verwendet. Ich probiere immer ein bischen rum, bis mir das Ergebnis gefällt. Wer möchte, kann sich den Ebenenstil ja auch kopieren und auf meherere Bilder anwenden. Danach kann man den Rest des Bildes (Hintergrundebene) verändern - zum Beispiel durch die Effekte Aufhellen, Abdunklen oder Verwackeln oder was immer man zur Verfügung hat und einem gefällt (zuerst Hintergrundebene aktivieren und dann über > Filter > gewünschten Filter auswählen).

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Michael um 15:00
Bildbearbeitung und Tutorial
Flau

30. Jul 2006

Vorlagenbild

In einem flauen Bild, in dem unter Umständen sogar Schwarz und Weiß gänzlich fehlen, sollte man mit der Tonwertspreizung - zu erreichen über > Bild > Einstellungen > Tonwertkorrektur (Tastenkürzel ist Apfel + L) - sehr vorsichtig sein, da dadurch Farben im gesamten Bereich verloren gehen, das Bild wird also zu kontrastreich, es fehlen die Zwischentöne.

Vorlagenbild

Oft erzielt man bessere Ergebnisse, in dem man das Bild auf eine zweite Ebene dupliziert. Schnellster Weg ist über die Tastenkürzel Apfel + A und dann Apfel + J. Dann blendet man die Ursprungsebene aus (auf das Auge im Ebenenfenster klicken) und führt dann in der kopierten Ebene eine Tonwertspreizung (wie immer mit Gefühl) durch. Dann blendet man die Ursprungsebene wieder ein und stellt bei der kopierten Ebene die Ebenenfüllfunktion auf Normal (darauf sollte sie eigentlich als Standard gestellt sein) und reguliert die Deckkraft bis zum erwünschten Ergebnis. In meinem Beispiel war eine Deckraft von 45% gewählt (diese Einstellungen kann man direkt im Ebenenfenster vornehmen oder mit erweiterten Funktionen über > Ebene > Ebenenstil > Fülloptionen). Dann reduziert man beide Ebenen wieder auf eine sichtbare. Schnellster Weg dieses zu erreichen ist über das Tastenkürzel Apfel + Shift + E. Wie auch in dem von mir verwendeten Bild macht es oft Sinn, wenn man zusätzlich zur Tonwertspreizung leicht über den Befehl Unscharf maskieren noch etwas Schärfe in die kopierte Ebene bringt und eventuell dem Bild etwas mehr Sättigung verpasst (zu erreichen entweder über > Bild > Einstellungen > Farbton/Sättigung oder viel schneller über die Tastatur mit Apfel + U. Auch wenn ich mich wiederhole, all diese Aktionen bitte mit Gefühl. Ich kann einen Rohdiamanten in die schönste Formen schleifen, aber dabei geht auch viel vom Ausgangsmaterial verloren, in unserem Falle Bildinformationen oder Pixel. Im Gegensatz zum Diamanten kann ich allerdings bei meinem Mac alles ungeschehen machen. Tastenkürzel Apfel + Z!

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Michael um 15:01
Bildbearbeitung und Tutorial
Prüfliste für .pdf Dateien

30. Jul 2006

Dies ist meine Liste, die ich durchgehe, bevor ich eine .pdf Datei an eine Druckerei übergebe:

· Colormanagement überprüft
· Größe der Seite(n) überprüft
· Beschnittzugabe und Zuwachs überprüft
· überstehende Objekte beschnitten
· Überdruck simuliert
· schwarzen Text auf Überdruck gestellt
· Farbräume überprüft und ggbf. korrigiert
· Gesamtfarbauftrag begrenzt
· keine Sonderfarben genutzt!
· Rasterfläche ordentlich angelegt
· Schriften eingebettet
· multiple Fonts nicht verwendet
· keine Transparenzen eingebaut
· keine RGB Bilddaten verwendet
· Auflösung überprüft
· Farbprofile überprüft
· ggbf. Texte auf Aussparen gestellt
· alles 5 mal überprüft
· evtl. offene Dateien angehängt?
· Handynummer angegeben?

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Michael um 15:13
Grafik und Gestaltung
Farbräume

30. Jul 2006

Screenshot

Was passiert wenn? Bei der ersten Möglichkeit (eingebettetes Profil verwenden) bleiben die RGB-Werte im Bild enthalten und werden auch so am Monitor ausgegeben. Bei einer Umwandlung in den Arbeitsfarbraum, sieht man dann am Monitor das selbe, wie bei der ersten Möglichkeit. Das Profil wird aber nicht dazu genutzt, die Daten korregiert anzuzeigen, sondern sie wurden um und in die Datei eingerechnet. Verwirft man das Profil, werden die Farben so angezeigt, wie sie (falsch) vom Scanner oder der Kamera kommen und werden dementsprechend (falsch) bei einer Seperation umgesetzt. Schwieriger wird es im Umgang mit CMYK Dateien. Während im RGB Profil `nur der Umgang´ mit den Farben beschrieben wird, umfasst das CMYK Profil auch die Beschreibung der Farbwirkung (z.B. Druckpunktzuwachs) auf Papier. Auf ungestrichenem Papier z. B. erscheinen Farben flauer und der Druckpunktzuwachs ist größer. Ich habe mir angewöhnt, fremde CMYK Dateien grundsätzlich erst im eingebetteten Farbraum anzuschauen, bevor ich sie gegebenenfalls umwandel. Wichtig dabei ist es unter anderem das für den Druck geplante Papier zu beachten und vor einer erneuten Seperation schaue ich mir die verwendeten Farben mit Hilfe der Informationspallette an. Was für eine Unterfarbenzugabe war vorgesehen, was für ein Gesamtfarbauftrag etc. Wichtiger als eine mögliche erneute Seperation ist die Wahl des Papieres, die einen größeren Einfluss auf das Ergebnis hat als die Art der Seperation.

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Michael um 15:22
Grafik und Gestaltung und Bildbearbeitung